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Die Geschichte des Akitas

Es wird behauptet, daß durch die Völkerwanderungen zwischen Europa und Japan Hunde auf die heutige Insel kamen. Dieses geschah lange bevor sich Japan durch das Japanische Meer von China trennte.
Bestätigt wurde diese Behauptung durch Genforschungen, da man im Akita, Hokkaido und im Cow das Glycolipid, N-Acetyl Noiramine des westlichen Typs gefunden hat und im Shiba, Kai, Shikoku, Tosa und Pekinesen das Glycolipid, N-Acetyl Noiramine des östlichen Typs. (Substanzen aus Kohlenstoff und Lipid). Diese Daten sind von einer Studie des Biochemikers Mr. Hamanaka von der Universität Tokio.

Jomon Ära Japans:

(8000v.Chr.-300v.Chr.)

In dieser Zeit wurden Hunde mit in die Gräber gelegt. Die Knochenfunde zeigten einen kleineren Hund als die heute in Japan ansässigen Hunde . Besonders viele Funde gab es im Nordosten.
Am Ende der Jomon Ära wurden Hunde überwiegend zur Jagd genutzt und auch dadurch bekannt und geschätzt.

Yayoi Ära Japans:

(300v.Chr.-250v.Chr.)

Diese Zeit Bestand aus Töpfern (Namengeber dieser und der Jomon Zeit), Jägern, Sammlern und Fischern. Deswegen fand man viele Hunde Motive auf Töpferwaren und Lehm arbeiten wieder. Auf den Bilder wurden alle Hunde mit spitzen Ohren und einem Geringeltem Schwanz gezeigt, so wie es heute noch typisch ist für Japanische Hunde.
In dieser Ära gibt es schon Geschichten und Bücher in denen es hinweise auf Hunde gibt. Die wohl bekanntesten sind Kojiki und Nihonshoki.

Kamkura Ära

(1192-1330)

Bis zu dieser Zeit waren die Japanischen Hunde in erste Linie Arbeiter-Begleit- und Jagdhunde von Ca 30-50 cm Höhe. Nun begannen in dieser Zeit die ersten Hundekämpfe. Aus dieser Zeit fand man Rollen, auf denen Hunde mit spitzen Ohren und eingerolltem Schwanz abgebildet waren.

Tokugawa Ära (auch Edo genannt)

(1600-1868)

Jetzt wurden die Rassen unterschieden nach Namen
welpen auf Seide ,1784
der Gebiete aus denen sie kamen (Odate Inu und Akita Inu) oder nach ihrer Tätigkeit (Matagi Inu=Jagdhund).
Das beinhaltete die Rassen Akita, Hokkaido, Kishu, Kai und Shikoku. (Das Wort "Inu"; bedeutet Hund in Japan.) Im Allgemeinen glaubt man, daß Japanische Hunde eine außergewöhnliche Charaktereigenschaft haben, mit Seele, Treue und Folgsamkeit.
Der 5.Soghun aus der Familie der Tokugawa (Tsunayoshi (1680-1709), er wurde im Jahr des Hundes geboren), hatte besonders sein Mitgefühl zu allen Lebewesen gezeigt, besonders zu Hunden. Aus diesem Grund nannte man in der Zeit den Akita auch den "Hund von Shugun Tsunayoshi".

Hier sind 2 Bilder aus
Bärenjagd mit Matagi Inu ,Bild hängt im Akita Museum von Odate
dem Akita Museum von Odate,
Bärenjagd, Bild hängt im Akita Museum in Odate
die eine Bärenjagd zeigen.

In dieser Zeit wurden Hunde für Hundekämpfe gezielt eingesetzt und gezüchtet. Vor allem zum Vergnügen der reichen Oberschicht.

Daraus resultierte dann auch das Geschäft mit dem Import anderer Rassen aus dem Europäischen Kontinent wie z. B. der Mastiff, Pointer, St. Bernhard und der Deutsche Schäferhund. Der Import prägte den neuen Namen des Kara-inu für fremder Hund. Deswegen und aufgrund der Hungersnöten und Revolten in der Bevölkerung, wo viele sich einen Hund suchten der sie beschützen konnte, wurden die Japanischen Hunde mehr auf Größe, Kraft und Stattlichkeit gezüchtet. Die Samurai waren einige von denen, die z.B. das Kaiserhaus beschützen sollten, weil der Großteil der Armee von Japan in China oder bei anderen Kämpfen waren. Diese hielten sich zur Unterstützung und zum Selbstschutz z. B. den Akita Inu.
Das neue Gesetz einer Art Hundesteuer hatte dann zur Folge, daß es auf Tokyo`s (damals Edo) Strassen immer mehr Streuner gab. Mehr als 100000 Streuner waren in besonderen Hundehäusern untergebracht.

Die Tokugawa Regierung verbot dann den Waffenbesitz und erlaubte zum Ausgleich Hundekämpfe für den "kämpfenden Geist" der Samurai. Ein Adliger von Odate gab sogar sein Schloss für die Hundekämpfe. Diese Kampfhunde wurden immer beliebter und somit auch die Hunde immer größer und stärker.

Meija Ära

(1868-1912)

Nun gab es die ersten Fotogafien. Auf diesen Bildern sehen sie einmal den Kaiser Taisho 1899 mit einer Hündin und einem Rüden. Das zweite Bild zeigt den Rüden Kosaku-go 1919.

1899 Hunde und der Kaiser Taisho, Rüde und Hündin Kosaku-go 1919, Rüde

Sie waren vermutlich die Grundlage aller Hunde in dieser Periode.

Damals hießen Akitas noch Odate Hunde nach ihrer Heimatstadt. Um 1897 wurde der Tosa eingeführt und immer mehr in den Akita mit eingekreuzt.

Hier sind die typischen Halsbänder, die kämpfende Hunde damals trugen.

Diese Fotos von 1910 zeigen zwei Rüden, die noch zu Kämpfen benutzt worden waren.
Verboten wurden diese Hundekämpfe 1909. Seitdem wird der Akita Inu nur noch als Familienhund benutzt.

Tochini-Go, Rüde

Hier noch einige Bilder von den Hunden aus der Zeit um 1910


Showa Ära

(1928-1989)

In der frühen Showa Ära war Mr. Shigeie Izumi, Bürgermeister in Odate, sehr besorgt um die Reinheit des Odate Hundes. Er gründete 1927 den "Akita-Inu Erhalt" in
Babagoma geb 1927 Kuma Go geb 1935
der Bemühung die Reinheit der Odate Hunde zu bewahren . Einer der bekanntesten Züchter dieser Zeit war Kumio Ichinoseki. Von ihm gibt es auch 2 Bilder mit 2 seiner Hündinnen. Eines zeigt Babagoma geb 1927 und Kuma Go geb. 1935 .

Um dem

Japanischen Hund ein natürliches Denkmal zu setzen wurde durch Dr. Shozaburo Watase 1915 ein Gesetz für den Erhalt und die Bewahrung der Rasse angeordnet. 1920 kam Dr. Watase in die Gegend von Odate, um einige Odate Hunde zu kennzeichnen. Dieses war keine leichte Aufgabe, da es so viele unterschiedliche Odate Inu`s gab. Aus diesem Grund war er nicht in der Lage, irgendeinen als natürliches Denkmal zu kennzeichnen. Diese damaligen Hunde wurden erst einmal als "Ursprung des japanischen Hundes" betitelt und einer zoologischen Sitzung 1922 vorgestellt. Da durch kam es zu einem Umdenken und man besann sich in der Zucht wieder auf die alten Merkmale.

Um 1926 wurde dieses Thema durch Mr.Shigeie Izumi (Bürgermeister von Odate) wieder besprochen und daraufhin, und auch auf das Drängen der Bevölkerung, wurde 1927 das Nipponken Hozonkai (Akiho) gegründet. Diese Organisation
Akitafreund, Aus dem Akita Museum in Odate
kümmerte sich um den Erhalt des Akita inu, Hokkaidoinu, Shiba inu, Kaui inu, Kishu inu und den Shikoku inu. Aufgrund dieser Organisation gab es 1931 eine zweite Gruppe mit Dr. Tokio Kaburagi, als Leiter, die in die Gegend von Odate ging, um dort einige Hunde mit dem natürlichen Denkmal zu kennzeichnen. Dieses war Juli 1931 und anlässlich dieser Nachforschungen wurde nun auch der "Odate Inu" in "Akita Inu" umgenannt.

Ch. Matsukaze`s Holly-Go Litely

Die gekennzeichneten Hunde waren: ein Rüde und eine Hündin (Namens: Matsukase, Das Bild zeigt "Ch.Matsukase` Holly-Go Litely" ein Tochter von Ihr) von Hr. Shigeichi Izumi, eine Hündin von Hr. Ichinoseki, eine Hündin von Hr. Aoyagi, ein Rüde und eine Hündin von Hr. Takahashi und ein Rüde und eine Hündin von Hr. Tayama.

Hachiko 1923-1935

Besonders bekannt wurde der Akita Hachiko durch einen Artikel am 4.Oktober 1932 in der Asahi Shinbun (Asahi Zeitung) mit dem Titel "Eine rührende Geschichte über einen alten Hund". Der Bericht erzählte von dem besonders treuen Hachiko, geb. 1923 in Odate, der 2 Monate später nach Tokio zog. Er gehörte Dr. Ueno, einem Professor an der Universtät Tokio. Dr.Ueno verstarb als Hachiko 1 1/2 Jahre alt war. Für die nächsten 10 Jahre ging Hachiko jeden Abend zum Bahnhof, um seinen Herrn abzuholen, obwohl er schon verstorben war. Der Name Akita Inu wurde dadurch weit über die Grenzen Japans bekannt. Hachiko starb 1935. Ihm zu Ehren gibt es nun dort ein Denkmal von Hachiko.

 Helen Keller

1937 besuchte die berühmte Amerikanische Miss. Helen Keller, bekannt durch ihre Vorträge und Schulungen in der Taubstummensprache, Akita in Japan, nachdem sie den Artikel gelesen hatte. Dort angekommen bat sie um einen Akita Inu und bekam im August des gleichen Jahres von Mr.Ichiro Ogasawara, von den "Juntaidoh" Kennel und später Vorsitzender von Akiho, den Welpen Kamikaza-go geschickt. Leider verstarb dieser bald an Tollwut. Im Juli 1939 schickte Mr. Ogasawara Miss. Keller einen anderen Hund, einen älteren Bruder von Kamikaza-go, Kenzan-go. 1947, nach dem Krieg, besuchte Miss. Keller Japan erneut. Sie besuchte auch Akita und würdigte den Akita Inu für seinen Beitrag zum Frieden.

Während der Kriegsjahre (1939-1945) war es in Japan verboten, sich Hunde zu halten, die meisten sind getötet wurden, um mit ihrem Fell Kleidung für das Militär herzustellen. Die Polizei ordnete an, daß alle Hunde beschlagtnahmt werden, außer der Deutsche Schäferhund weil er für Militärdienste genutzt wurde. Einige wenige versuchten das Gesetz zu umgehen und probierten eine Kreuzung zwischen ihren und dem Deutschen Schäferhund. Außerdem wurde jeder der im Krieg wegen der Nahrungsmittelknappheit einen Hund fütterte als Verräter gebrandmarkt. Jedoch gelang es einigen trotzdem ihren Akita zu behalten. Gleich nach dem Krieg herrschte weiterhin Nahrungsmittel- und Kleidungsmangel und viele Akitas wurden dann doch noch eine Quelle für Fleisch und Fell.

Aus diesem Grund überlebten nur knapp ein dutzend Akitas die Kriegswirren und drei verschiedene Typen existierten nun, der "Matagi Akitas" (Ichinoseki Typ), "Fighting Akitas" (Dewa Typ), und der "Shepherd Akita". Nach dem Krieg versuchte man die Zucht wieder anzukurbeln, was sich als sehr schwierig herausstellte. Auf Grund der weiteren Nahrungsknappheit kam es zu Mangelerscheinungen und daraus entstanden Fortpflanzung's- und Aufzucht probleme. Welpen die im Winter geboren wurden litten oft an Vit. D Mangel und hatten deswegen Knochenprobleme. Ein anderer Teil starb an Staupe oder anderen Krankheiten, die das geschwächte Immunsystem nicht verarbeiten konnte.

Die zwei bekanntesten Züchter nach dem Krieg waren die "Ichinoseki-goma" Linie von Mr. Kumio und die "Dewa Linie". Es war die Dewa-Linie, die als erste in ganz Japan und bei den Amerikanischen Belagerern bekannt wurde. Unglücklicherweise führten die Neuigkeiten von Miss. Helen Keller und anderer Amerikanischer Interessenten
Kincho-go geb 1950 Kongo-go geb 1948
an den Akita dazu, daß er immer bekannter wurde und aufgrund vieler Gerüchte, es gäbe noch einen Mischlings-Akita-Hund, stiegen die Preise ins Unermeßliche. Der berühmteste Akita Inu in dieser Zeit war Kongo-go geb 1948 (Li.). Er gewann viele Auszeichnungen in dem JKC (Japanischer Kennel Club) und sein Sohn Kincho-go geb. 1950 (Re.) gewann den Meiyoshi Preis in der Akiho Ausstellung. Resultat, der Akita stieg rapide an in seinem Bekanntheitsgrad vor allem in der Zeit von 1940 -1950.

Die Dewa Linie verfiel gegen 1950, aus mehereren Gründen, aber der wichtigste von allen war die zu große Mischung seiner Linie. In der Zeit begann sich die Qualität der Ichinoseki Linie zu verbessern, man achtete mehr auf Charakter, Farbe, Kopf und Ausdruck. Die Tendenz ging in die Zeit zurück vor dem "unreinen" Züchten. Diese Akitas haben den Akita von heute geformt. Die meisten Nachkriegshunde waren aus der Kongo Linie.

An der Westküste von Amerika gründete man 1969
Tamaguma-go 1953, Rüde Goromaru 1950, Rüde
dann eine Zweigstelle der Akiho. Dort finden immer noch jährlich Ausstellungen statt. Einige der Akitas in dieser Gegend entsprechen immer noch dem Typ von vor 30-40 Jahren. In Japan sollen im Moment etwa 100000 Akita Inu`leben.

Da in Japan die Zucht immer weiter in die Richtung des "angeblichen" ursprünglichen Typs zurückgeht (Hier stellt sich nur die Frage wieweit zurück dieser Ur typ liegt?)
Akita Japan Typ Unser Gojo von Nobara Ken, American Akita
und die Amerikaner den Typ behalten, wollen der nach dem Krieg eingeführt wurde, ist die Rasse getrennt worden. Man redet nun vom "Akita" wenn man den Japan Typ meint und vom "Great Japanese Dog"oder "American Akita"wenn man den Akita meint, der auch schon im Jahre 1600 zu Bärenjagden in Japan benutzt und nach dem Krieg so nach Amerika eingeführt wurde.
Den Akita (Japan Typ) gibt es nun nur noch in wenigen Farben und er fällt kleiner aus. Den American Akita gibt es in allen Farben mit oder ohne Schwarzmaske und er ist größer als der Japan Typ.

Und nun müssen Sie selber entscheiden was ihnen besser gefällt. Vom Charakter sind sie sehr ähnlich, wobei einige behaupten, der Japan-Typ wäre nervöser. Hier in Deutschland besteht die Rassentrennung seit 1996.


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